Familien.Bilder
Familien sind anders - hier wie anderswo und für die Teilnehmenden des Programms das beste und schwierigste Feld interkulturellen Lernens. In diesem Modul sind vielfältige Familien.Bilder entstanden, eine Auswahl ist hier zu sehen.
Weitere unter: Familien.Bilder Archiv
Dorothea Dörr, Tansania
Deutsch-Tansanische Partnerschaft (DTP)
Im Alter von fünf Jahren verlor er aufgrund einer Krankheit sein Gehör und ist seitdem vollkommen taub. Auf einer Schule für Gehörlose lernte er neben dem Lesen, Schreiben und normalem Unterrichtsstoff auch die tansanische Gebärdensprache.
In dieser Schule in Mgeza traf Papius zum ersten Mal seine spätere Frau Doris Amelia, die ebenfalls aufgrund einer Krankheit ihr Gehör im Alter von vier Jahren verlor. Inzwischen sind die beiden verheiratet. Papius hat eine feste Anstellung als Schweißer an einer Berufsschule im kleinen Dorf Kashasha. Doris, die einen eigenen Haarsalon hatte, kümmert sich um den Haushalt und pflanzt Bananen, Mais und andere Lebensmittel an, von denen sich die Familie ernährt.
Von Zeit zu Zeit verdient sie ein wenig Geld dazu, indem sie anderen Frauen aus dem Dorf bei sich zu Hause die Haare frisiert und flechtet.
Vor drei Jahren bekamen die beiden ihr erstes Kind, Dorica und letztes Jahr eine weitere Tochter, Pelina, die mittlerweile sieben Monate alt ist. Damit Dorica auch zu Hause bei ihren Eltern das Sprechen lernen kann, redet Papius mit seiner Tochter auch mit „wirklich gesprochener“ Sprache auf Kiswahili, das er noch aus seinen ersten fünf Lebensjahren beherrscht. Ansonsten besucht Dorica häufig Nachbarn und Freunde ihrer Eltern, die viel mit ihr reden, so dass sie das Sprechen von ihnen richtig erlernen kann.
Ab Sommer 2010 wird sie die Grundschule in Kashasha besuchen und sich dort sprachlich weiterentwickeln.
Deutsch-Tansanische Partnerschaft (DTP)
Familie Papius Pius
Papius Pius wurde in Bwanjai, einem kleinen Dorf im Nordwesten Tansanias, geboren.Im Alter von fünf Jahren verlor er aufgrund einer Krankheit sein Gehör und ist seitdem vollkommen taub. Auf einer Schule für Gehörlose lernte er neben dem Lesen, Schreiben und normalem Unterrichtsstoff auch die tansanische Gebärdensprache.
In dieser Schule in Mgeza traf Papius zum ersten Mal seine spätere Frau Doris Amelia, die ebenfalls aufgrund einer Krankheit ihr Gehör im Alter von vier Jahren verlor. Inzwischen sind die beiden verheiratet. Papius hat eine feste Anstellung als Schweißer an einer Berufsschule im kleinen Dorf Kashasha. Doris, die einen eigenen Haarsalon hatte, kümmert sich um den Haushalt und pflanzt Bananen, Mais und andere Lebensmittel an, von denen sich die Familie ernährt.
Von Zeit zu Zeit verdient sie ein wenig Geld dazu, indem sie anderen Frauen aus dem Dorf bei sich zu Hause die Haare frisiert und flechtet.
Vor drei Jahren bekamen die beiden ihr erstes Kind, Dorica und letztes Jahr eine weitere Tochter, Pelina, die mittlerweile sieben Monate alt ist. Damit Dorica auch zu Hause bei ihren Eltern das Sprechen lernen kann, redet Papius mit seiner Tochter auch mit „wirklich gesprochener“ Sprache auf Kiswahili, das er noch aus seinen ersten fünf Lebensjahren beherrscht. Ansonsten besucht Dorica häufig Nachbarn und Freunde ihrer Eltern, die viel mit ihr reden, so dass sie das Sprechen von ihnen richtig erlernen kann.
Ab Sommer 2010 wird sie die Grundschule in Kashasha besuchen und sich dort sprachlich weiterentwickeln.
Manuel Kick, Indien
Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd)
Der Vater ist für das Einkommen, den Papierkram, alle Entscheidungen und Hausbau zuständig. Die Mutter für den Haushalt, zusätzliche Einkünfte und soziale Kontakte verantwortlich. Der Gastbruder genießt, wie in Indien sehr üblich, mehr Freiheiten als die Gastschwester. Er darf z.B. oft Freunde treffen und ist viel mit seinem Motorrad unterwegs. Für die beiden ist die Bildung im Moment Priorität Nummer eins und nimmt fast sämtliche Zeit in Anspruch. In ca. sechs Jahren ist für beide das Heiraten angesagt. Dafür werden normalerweise von den Eltern Vorschläge gemacht. Beziehungen davor sind tabu. Die Frau zieht dann üblicherweise zur Familie des Mannes. Die Familie besitzt seit fünf Jahren ein Haus neben dem Haus der Familie des Vaters. Darüber hinaus besitzen sie zwei Motorräder und eine gute Ausstattung (teure Möbel, Computer, Kühlschrank und Fernseher). Der Vater arbeitet als Health Inspector (staatlich angestellt), ein gut bezahlter und nach seinen Aussagen angesehener Job. Neben dem Arbeiten und Managen der Familie verbringt er viel Zeit mit Beten und spirituellen Übungen. Charakteristisch für die Familie sind die gute Bildung, das Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein sowie das religiöse Interesse.
Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd)
Familie Chandrashekar
Meine Gastfamilie besteht aus Vater Chandrashekar B., Mutter Asha Chandrashekar, Tochter Patreksha und Sohn Danush. Im Nachbarhaus, das zur Familie des Vaters gehört, wohnen ein Onkel, eine Oma und eine „Bedienstete“. Der Großteil der Familie der Mutter wohnt 1 – 2,5 Stunden entfernt. Zu sämtlichen Festen laden sich die Verwandten gegenseitig ein und legen je nach Wichtigkeit große Strecken zurück.Der Vater ist für das Einkommen, den Papierkram, alle Entscheidungen und Hausbau zuständig. Die Mutter für den Haushalt, zusätzliche Einkünfte und soziale Kontakte verantwortlich. Der Gastbruder genießt, wie in Indien sehr üblich, mehr Freiheiten als die Gastschwester. Er darf z.B. oft Freunde treffen und ist viel mit seinem Motorrad unterwegs. Für die beiden ist die Bildung im Moment Priorität Nummer eins und nimmt fast sämtliche Zeit in Anspruch. In ca. sechs Jahren ist für beide das Heiraten angesagt. Dafür werden normalerweise von den Eltern Vorschläge gemacht. Beziehungen davor sind tabu. Die Frau zieht dann üblicherweise zur Familie des Mannes. Die Familie besitzt seit fünf Jahren ein Haus neben dem Haus der Familie des Vaters. Darüber hinaus besitzen sie zwei Motorräder und eine gute Ausstattung (teure Möbel, Computer, Kühlschrank und Fernseher). Der Vater arbeitet als Health Inspector (staatlich angestellt), ein gut bezahlter und nach seinen Aussagen angesehener Job. Neben dem Arbeiten und Managen der Familie verbringt er viel Zeit mit Beten und spirituellen Übungen. Charakteristisch für die Familie sind die gute Bildung, das Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein sowie das religiöse Interesse.

Kerstin Schiele, Vietnam
Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Sachsen-Anhalt (lkj)
Doch auch vor Vietnam machen die Globalisierung und der Wandel der Gesellschaft keinen Halt. Wegen besserer beruflicher Chancen oder Studienmöglichkeiten verlassen viele junge Leute ihre Familien, was für beide schwer zu akzeptieren ist.
Immer mehr Menschen sind gezwungen, ihr Leben alleine zu meistern.
Freundschaften werden immer wichtiger, sie ersetzen quasi die Familie fernab der Heimat.
So empfinden auch diese vier Freunde auf dem Foto sich als Familie. Sie passen aufeinander auf, helfen sich gegenseitig bei jeder Art von Problemen und stehen einander bei.
Links oben ist Trang zu sehen. Sie ist 23 Jahre alt und wegen ihres Studiums – International Business – nach Hanoi gezogen. Sie stützt sich auf Son, 26 Jahre alt, der hier als Künstler tätig ist, fernab von seiner Familie. Unten rechts ist Hue Linh, 22, die als Fashion-Design-Studentin gezwungen war, ihre Familie in Thai Nguyen zu verlassen. Unten links sitzt Tu, 27 Jahre alt, der als Architekt in Hanoi arbeitet und seit 12 Jahren nicht mit seiner Familie lebt. Alle vier Freunde sind unverheiratet und leben seit mindestens fünf Jahren allein, so dass ihre Freundschaft von erheblicher Bedeutung ist.
Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Sachsen-Anhalt (lkj)
4 Freunde, Hanoi
In Vietnam herrschen immer noch traditionelle Familienstrukturen vor. Die Großfamilie, in der bis zu vier Generationen zusammen leben, ist keine Seltenheit.Doch auch vor Vietnam machen die Globalisierung und der Wandel der Gesellschaft keinen Halt. Wegen besserer beruflicher Chancen oder Studienmöglichkeiten verlassen viele junge Leute ihre Familien, was für beide schwer zu akzeptieren ist.
Immer mehr Menschen sind gezwungen, ihr Leben alleine zu meistern.
Freundschaften werden immer wichtiger, sie ersetzen quasi die Familie fernab der Heimat.
So empfinden auch diese vier Freunde auf dem Foto sich als Familie. Sie passen aufeinander auf, helfen sich gegenseitig bei jeder Art von Problemen und stehen einander bei.
Links oben ist Trang zu sehen. Sie ist 23 Jahre alt und wegen ihres Studiums – International Business – nach Hanoi gezogen. Sie stützt sich auf Son, 26 Jahre alt, der hier als Künstler tätig ist, fernab von seiner Familie. Unten rechts ist Hue Linh, 22, die als Fashion-Design-Studentin gezwungen war, ihre Familie in Thai Nguyen zu verlassen. Unten links sitzt Tu, 27 Jahre alt, der als Architekt in Hanoi arbeitet und seit 12 Jahren nicht mit seiner Familie lebt. Alle vier Freunde sind unverheiratet und leben seit mindestens fünf Jahren allein, so dass ihre Freundschaft von erheblicher Bedeutung ist.
René Schubert, Bolivien
DRK Hessen_Volunta
(Bild von links nach rechts: Enkel Misael, Opa Hercules und Oma Elastica)
DRK Hessen_Volunta
Familie Loayza Casares
Diese beiden sind Hercules Loayza und Elastica Caseres. Aufgenommen wurde dieses Bild in Karachimayu, einem kleinen Dörfchen in Bolivien. Hercules Loayza Casares, 47 Jahre alt, arbeitet wie seine Vorfahren bereits sein ganzes Leben lang auf dem Land. Als Selbstversorger baut er auf seiner Fläche von 0,5 km² Mais, Erdnüsse, Chili, Kartoffeln, Yuka, Wassermelonen und vieles mehr an. Während der Saison ist die gesamte Familie zwischen 9 Uhr und 18 Uhr auf dem Feld, zudem verkaufen sie ihre verschiedenen Produkte in der Stadt. Nebenbei leben auf ihrem Hof Schweine und Hühner - in absoluter Freiheit. Die Ehefrau von Hercules und Mutter von fünf Kindern ist Elastica. Neben der Arbeit kocht, wäscht, erzieht sie. Sie sieht all diese Arbeiten eher als Freizeit an. Edmundo, der älteste Sohn (hier nicht auf dem Bild) lebt mit einer Familie auch auf dem Hof. Die Schwester Eli besucht derzeit die Schule und muss auch jeden Tag ihren Beitrag leisten. Doch nicht alle sehen ihre Zukunft auf dem Land. Der Sohn Santos und seine Cousine Elina leben in Großstädten. Santos besucht die Schule und möchte danach in Sucre ein technisches Studium beginnen. Elina wohnt mit ihrem Mann, der auch aus Karachimayu stammt, in Santa Cruz. Beide sehnen sich nach einer anderen Zukunft. Bessere Aussichten lockten sie vom Land weg, doch sind sie stolz darauf aus dem Land zu kommen. Insgesamt hat die Familie ein sehr schönes und idyllisches Leben.(Bild von links nach rechts: Enkel Misael, Opa Hercules und Oma Elastica)
Marina Tulin, Indien
Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM)
Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM)
Mädchenheim, Mayiladuthurai / Indien
Rein biologisch betrachtet, sucht man auf diesem Bild vergeblich nach einer typischen Familie. Lernt man das Leben der 250 Mädchen kennen, die der „zusammengesetzten Familie“ des Mädchenheims in Mayiladuthurai / Indien angehören, kann man gar nicht anders, als dieses sachliche Urteil zu verwerfen. Die „Akkas" (große Schwestern) und „Tangechis“ (kleine Schwestern) leben meist von klein auf in dieser Gemeinschaft, weil ihre eigentlichen Familien von großen Problemen belastet sind: von finanziellen Nöten, Gewalt, Alkoholismus, Krankheit, Tod eines oder sogar beider Elternteile. Nicht nur die Art und Weise, wie die Mädchen einander rufen, weckt Erinnerungen an familiäre Bindungen. Sondern auch die Tatsache, dass jede der anderen beim Kochen oder Putzen hilft, bei den Gebeten oder dabei, Bibelstellen vorzulesen, beim Waschen, bei der Gartenarbeit oder dabei, sich um Kranke und die Kleineren zu kümmern. Das Familienoberhaupt ist die „Amma" (Mama). Sie ist zusammen mit den „Akkas" für die Erziehung und das Wohlergehen der Mädchen zuständig und eine wichtige Bezugsperson. Auch kritische Themen, wie Aids oder Erklärungen zur Entwicklung vom Mädchen zur Frau, spricht die „Amma" an.Clara Weinreich, Ecuador
Experiment e.V.
Experiment e.V.
Familie Laurentino Chiza Lema
Die Familie Laurentino Chiza Lema ist eine traditionell lebende indigene Familie. Sie lebt in dem Dorf Atuntaquien la Aarroquia de Andrade Marin, das berühmt ist für seine Handwerkskunst und Kleiderproduktion. Die Eltern Laurentino (57) und Luz Maria (39) sind beide Kunsthandwerker und haben sich auf die Herstellung von Stofftaschen spezialisiert. Die fünf Kinder Luis (17), Jesús Alexander(16, er ist leider nicht mit auf dem Foto), José Luis (12), Marc Antony (10) und Ñusta Sofia (5) gehen alle zur Schule. Der älteste Luis ist der Stolz seiner Eltern und soll wegen seiner guten Noten ein Stipendium an einer Universität in der Hauptstadt bekommen. Allerdings verlangen seine Eltern, dass er weiterhin mit der Familie in dem kleinen Dorf leben soll, um sich um sie, seine kleinen Geschwister und das Geschäft zu kümmern. Er müsste dann jeden Tag vier Stunden mit dem Bus zur Universität fahren. Die Familie besitzt ihre eigene Webmaschine und einen Stand auf dem Markt. Die Kinder helfen in ihrer Freizeit und in den Ferien beim Weben und Verkauf der Waren. Weil Luz Maria den ganzen Tag auf dem Markt arbeitet, kümmert sich die Großmutter Maria Elena (76) um ihre Enkel. Sie ist eine Person mit einer erstaunlich leuchtenden Ausstrahlung und sorgt sich immer mit der größten Geduld um die kleine Ñusta (Quechua für Königin). Sie sagt, ihre Gesundheit und Lebensfreude habe sie trotz ihres hohen Alters nur Gott zu verdanken. Die Familie ist sehr religiös und veranstaltet jede Woche nach dem Gottesdienst ein Zusammentreffen der gesamten Nachbarschaft. Hierbei spendieren sie immer viel Essen und Trinken. Auch wegen dieser Großzügigkeit ist sie in der Gemeinschaft hoch angesehen.Julia Zaudig, Uganda
DRK KV Münster
35 Jungs – das ist auch eine Familie, denn alle 35 Jungs in dem Dorf Kaguma sind Waisen und der übrige Teil ihrer Verwandtschaft kann oder will nicht für sie sorgen.
Angefangen hat alles 2003 in Rubingo, einem kleinen Dorf hinter Fort Portal, als der 17- jährige James Tugume auf den Kanadier Darcy traf, der ihm und zwei anderen mit James befreundeten Waisenjungen das erste Jahr der Secondary School bezahlte und zudem noch ein Haus für sie mietete. Mit jedem Tag kamen mehr bedürftige und “familienlose” Jungs an den Ort, wo die drei wohnten, auf der Suche nach einem Dach über dem Kopf, etwas zu essen und Geld, um zur Schule zu gehen. Abmachung war, dass das Schulgeld bis zur 4.Klasse der Secondary School bezahlt wurde, danach waren die Jungs auf sich selbst gestellt und sollten sich eine Arbeit suchen.
Am Ende des Jahres 2004 waren es bereits 12 Jungs, Ende 2008 tummelten sich mittlerweile 35 Jungs um James in den zwei Häusern, die von Darcys Geld gebaut worden waren. Im Jahre 2009 wurde die Situation für die Familie kritisch, denn der Kanadier erklärte seine Zahlungsunfähigkeit auf Grund privater Probleme. Er hinterließ James 1,000,000 UGX und ab diesem Zeitpunkt war der damals 23-jährige für den Zusammenhalt der Jungs verantwortlich. Da nun das Geld dafür fehlte, konnten die Jungen nicht mehr zur Schule gehen und das Fortbestehen der Familie war zunächst ungewiss.
Im Juni 2011 kam dann der Wandel: der 25-jährige James konnte das Interesse von zwei Australiern für die Situation seiner Familie wecken. Sie entschieden sich, die Waisenjungs zu unterstützen – und zwar mit allem, was nötig war. Als das neue Schuljahr im Februar 2012 begann, waren alle 28 Jungs wieder eingeschult, für die vier erwachsenen Jungs konnten Arbeitsplätze in Fort Portal und Kampala garantiert werden und James durfte einen Masterstudiengang für Soziale Arbeit an der Universität besuchen, was er bis Februar 2015 noch tun wird.
DRK KV Münster
Familie Kichwamba Boys
Kichwamba Boys – eine Familie der ganz besonderen Art35 Jungs – das ist auch eine Familie, denn alle 35 Jungs in dem Dorf Kaguma sind Waisen und der übrige Teil ihrer Verwandtschaft kann oder will nicht für sie sorgen.
Angefangen hat alles 2003 in Rubingo, einem kleinen Dorf hinter Fort Portal, als der 17- jährige James Tugume auf den Kanadier Darcy traf, der ihm und zwei anderen mit James befreundeten Waisenjungen das erste Jahr der Secondary School bezahlte und zudem noch ein Haus für sie mietete. Mit jedem Tag kamen mehr bedürftige und “familienlose” Jungs an den Ort, wo die drei wohnten, auf der Suche nach einem Dach über dem Kopf, etwas zu essen und Geld, um zur Schule zu gehen. Abmachung war, dass das Schulgeld bis zur 4.Klasse der Secondary School bezahlt wurde, danach waren die Jungs auf sich selbst gestellt und sollten sich eine Arbeit suchen.
Am Ende des Jahres 2004 waren es bereits 12 Jungs, Ende 2008 tummelten sich mittlerweile 35 Jungs um James in den zwei Häusern, die von Darcys Geld gebaut worden waren. Im Jahre 2009 wurde die Situation für die Familie kritisch, denn der Kanadier erklärte seine Zahlungsunfähigkeit auf Grund privater Probleme. Er hinterließ James 1,000,000 UGX und ab diesem Zeitpunkt war der damals 23-jährige für den Zusammenhalt der Jungs verantwortlich. Da nun das Geld dafür fehlte, konnten die Jungen nicht mehr zur Schule gehen und das Fortbestehen der Familie war zunächst ungewiss.
Im Juni 2011 kam dann der Wandel: der 25-jährige James konnte das Interesse von zwei Australiern für die Situation seiner Familie wecken. Sie entschieden sich, die Waisenjungs zu unterstützen – und zwar mit allem, was nötig war. Als das neue Schuljahr im Februar 2012 begann, waren alle 28 Jungs wieder eingeschult, für die vier erwachsenen Jungs konnten Arbeitsplätze in Fort Portal und Kampala garantiert werden und James durfte einen Masterstudiengang für Soziale Arbeit an der Universität besuchen, was er bis Februar 2015 noch tun wird.











